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             The "Ars Amandi Method"

Öhm...huh. Da habe ich mal wieder etwas recht seltsames gefunden:

Ein Regelwerk zur "Simulation sexueller Kontakte im Liverollenspiel", genannt "Ars Amandi Method", geschrieben von Emma Wieslander aus Schweden.

So, so. nachdem ich mich durch dieses englischsprachige Werk, ebenso wichtigtuerischer wie sinnloser Richtlinien gearbeitet hatte, war ich erstaunlicher Weise erst einmal sprachlos. Und das mir! Es werden dort nämlich Regeln aufgestellt, die es den Spielern angeblich ermöglichen, erotische Handlungen darzustellen, welche überzeugend wirken sollen, ohne jedoch irgendwelche persönlichen Grenzen der Akteure zu verletzen. Das geht vom romantischen Stelldichein, bis hin zur Vergewaltigungsszene auf "Orkspielen".

Hier ein kleiner Ausschnitt, von mir übersetzt:

"Die jüngste Methode, um das Liebesspiel darzustellen, wurde in dem Projekt "Mellan himmel och hav" ("Zwischen Himmel und Meer" ) etwickelt. Es ist eine gleichzeitig sehr einschränkende und doch vieles ermöglichende Methode. Die Liebenden beschränken sich darauf, sich gegenseitig nur an den Händen, Armen, Schultern und am Hals zu berühren, um das Liebesspiel darzustellen. Alles über der Achselhöhle und unter den Ohrläppchen ist erlaubt. Um dies aufregend zu gestalten, nutzen sie Augenkontakt, setzen den Fokus auf unterschiedliche Stellen und varieren die Berührungen von sinnlich zu heftig oder verspielt.

Variationen können angewandt werden, so dass unterschiedliches Verhalten in unterschiedliche amouröse Interaktionen übersetzt werden kann, wobei aber alle Beteiligten in dem jeweiligen spezifischen Spiel einverstanden sein müssen.

Da die Hände sehr empfindsam sind, können so die meisten Emotionen einer amourösen Situation dargestellt werden. Nur die Hände, Arme und der Hals sollten zum Berühren der anderen Person genutzt werden. Wenn Mund, Zunge oder Zähne miteinbezogen werden, könnte dies leicht zu intim werden, was dazu führen mag, dass eine Unterscheidung zwischen Spieler und Charakter nicht mehr möglich ist.

Geräusche, Atmung und andere körpersprachliche Kommunikation sind nichts desto trotz mögliche Mittel um die Erfahrung intensiver zu gestalten."

In einem Blog habe ich einen lobenden Artikel zu diesem Thema gefunden, in welchem auch erläutert wurde, dass der "Höhepunkt" durch mehrmaliges blinzeln darzustellen sei, da man ja sonst nicht wüsste, wann man zum Ende zu kommen habe.

Aaaaaaahhhh!!!

Ja, klar, so etwas brauchen wir unbedingt! Ich sehe schon den nächsten Ork/Fleischergesellen mit Verve auf meiner Armbeuge herumhämmern, danch mehrfach mit den Äuglein blinzeln um dann zu behaupten, er hätte so eben Calla vergewaltigt! Schon allein der Versuch wäre tödlich, Regelwerk hin oder her.

Ein feiner Erlebnisbericht von "John Kim" zu einem Worshop dieser "berühmten Methode", gefunden auf www.lumpley.com :

"A workshop by Emma Wieslander on her famous "Ars Amandi" method for simulated sex in a larp. It is described in other places, I am sure, by people who can do it better justice than me. The exercises were in groups, trying out touching only the hands and arms in a sensual manner. The group I was with were seven men and one woman, which meant that a certain degree of homophobic tension was fairly palpable. Nevertheless, everyone took it quite seriously and did their best. One person said he was uncomfortable with it and bowed out but was quite polite about it."

                  Projekt WELTENTOR

Hmmm… Die Diskussionen zum Thema „Fantasy-Erlebnispark“ laufen in den einschlägigen Foren ja nun schon seit mindestens 2004. Da dieses Projekt nun tatsächlich Wirklichkeit zu werden droht -ähm - scheint, denke ich, es ist an der Zeit, dass ich mich einmal darüber auslasse.

Nach langem Gerede und noch viel mehr Spekulationen, verkündet der Themenpark WELTENTOR seine Eröffnung im Sommer 2008, auf einem rund siebzig Hektar großen Gelände (davon zwanzig Hektar Wald) in Bad Frankenhausen.

Ins Leben gerufen wurde das ganze von „einem jungen Team von sechs Leuten“, welche leider namentlich weder auf der Website von WELTENTOR noch auf gezielte Nachfrage in einem Interview auf der RPC07 bekannt gegeben werden. Geschäftsführer des Themenparks ist übrigens Robin Käfferbitz.

Apropos Homepage: dort findet man leider nur recht spärliche Informationen, welche dieser Bezeichnung ohnehin kaum gerecht werden. Um die Location an sich wird noch immer ein Geheimnis gemacht, mit den Worten „Der genaue Standort in Mitteldeutschland wird in Kürze hier bekannt gegeben. Der Park wird mitten in Deutschland entstehen. Gut erreichbar aus allen Ballungszentren. Mehr können wir euch noch nicht verraten.“ , was wohl darauf zurück zu führen sein dürfte, dass das Gelände anscheinend insgesamt an die 90 Besitzer hat, welche sich erst noch von der Stadt überreden lassen müssen, Grund gegen klingende Münze zu tauschen. 2,5 Millionen Euro sind laut Presse von einem ominösen „Privaten Investor“ eingeplant, um das Projekt ins Leben zu rufen, womit dann auch 200 Arbeitsplätze u.a. in den Bereichen „Erlebnisgastronomie“, „Kreative Entwicklung“ und „Schaustellerei“ entstünden.

Den erwarteten „tausenden von Besuchern“ wird auf Wunsch eine komplette Ausrüstung zur Verfügung gestellt, sobald sie danach trachten sollten, selbst „in eine liebevoll gestaltete und detailreiche Welt mit spannenden Attraktionen einzutauchen.“. Besonders über das rege Interesse von Online-Rollenspielern, sind die Macher ebenso erstaunt, wie erfreut, da sie es jenen erlauben wollen, ihren Online-Charakter auch endlich einmal in natura zu verkörpern.

Für Familien mit Kindern ist auch ist auch bereits „viel Programm“ eingeplant.

Nach meinen Recherchen im Netzt, verdichtete sich bei mir die Vision vom „Disneylarpieland“, zu welchem man als Alternative zum Hollidaypark pilgert, um dort den achten Geburtstag der kleinen Jennifer mal ganz anders zu feiern. Studentische Aushilfs-NSCs in farbenfrohen Goblinkostümen sorgen für Spielspass und Spannung für Spielergruppen, denen das Betreten des Rasens nicht gestattet ist (wie ambientig auf Holz gepinselte Warnschilder den Wanderern mitteilen), und nach einem Kindgerechten Spatziergang durchs Riesenspinnenlabyrinth, lässt man sich in der Erlebnistaverne bei fröhlicher Bardenmusik Bockwürstchen mit Honigmet servieren.

Nein, dass ist nicht das, was ich mir unbedingt für mein Hobby ersehne, aber es könnte wirtschaftlich durchaus funktionieren, schaut man sich die steigenden Besucherzahlen von Großcons und den Verkauf von Zuschauerkarten auf denselbigen an. Wünschen wir einfach den Veranstaltern Glück, finanziellen Erfolg und ein mittleres Wunder, welches ihnen erlaubt, dieses Projekt auf ganz andere Art und Weise durchzuziehen, als ich es hier beschrieben habe.

                

                   

                  www.Conplanung.de   

Über eine Empfehlung kam ich kürzlich auf diese Seite: www.conplanung.de . Das ist wirklich mal was Nützliches rund um die, wer hätte es gedacht, Conplanung. Man registriert sich, wie von Foren und dergleichen gewohnt, mit einem Usernamen, bearbeitet sein Profil und schon kann´s losgehen.

Die Seite ist wirklich einen Besuch wert, für alle diejenigen, die ein LARp suchen, sich für eines direkt anmelden oder selbst eines veranstalten möchten, ohne dass man sich durch x Seiten wühlen muss. 

Über den Button „Con suchen“ gelangt man auf eine Seite, in der alle über „Conplanung“ laufende Spiele nach Zeitraum, freie Plätze oder Entfernung sortiert werden können. Wirklich schön übersichtlich.

Hier ein klitzekleiner Ausriss aus der Beschreibung der Betreiber:

  • Echtzeitberechnung der freien Plätze
    Nie wieder nachfragen, ob die angegebene freien Plätze noch gültig sind.
  • Detaillierte Informationen auf einen Blick
    Auf welche Cons habe ich mich alles angemeldet? Habe ich schon eine Anmeldebestätigung? Wieviel muss ich noch überweisen? Wie sind die Kontodaten? Wo ist die Wegbeschreibung? Brauche ich noch Hintergrundinformationen? Mit welchen Personen bin ich in einer Hütte? All diese Fragen erledigen sich mit einem Blick.

Meiner Meinung nach ist vor allem die NSC-Funktion einene feine Sache, da man dort eingibt, für welche Rollen als NSC man Ausrüstung zur Verfügung und eventuell eine gewisse Vorliebe hat. Auch die eigene Fähigkeit, bestimmte NSC-Rollen zu übernehmen, kann man anhand eines sehr einfachen Punktesystems bewerten und den Veranstaltern diverser Cons zugänglich machen. Dies erleichtert es den SLs und Orgas wahrscheinlich ungemein, passende NSC-Haufen für ihre Spiele zusammen zustellen und die respektiven Leutchen direkt zu kontaktieren, indem sie einfach angeben, welche Archetypen (z.B. Bauer, Alchimisten, Adlige, Kultisten) sie benötigen. Alle NSCs, die eine Vorliebe für die gewählten Rollen haben und die Entfernung zum Con akzeptabel finden, werden daraufhin rekrutiert, sprich unverbindlich eingeladen.
Auch ein Forum gibt es, in dem unter anderem kommende, sowie vergangene Cons besprochen werden können. Da die Seite noch nicht so lange existiert, ist letzteres allerdings noch recht überschaubar.
Insgesamt ist die Seite für Spieler eine Erleichterung, das passende Spiel zu finden und eigene Charaktere im Blick zu behalten, und für Organisatoren von unschätzbarem Wert, sobald es an die Planung geht. „Conplanung.de“ bietet wahnsinnig viele Funktionen , für nahezu alle Bereiche der Con-Vorarbeit, ist übersichtlich und überraschend einfach zu bedienen. Selbst ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mit der Bedienung – und das will ja bekanntlich was heißen!
Und das Beste zu Schluß: die ganze Sache ist (bisher) kostenlos.

Zusammengezimmert wurde die Seite übrigens von Stefan Koch und Andreas Hüttig, beide meines Wissens nach aktiv bei den Nebelwölfen. 

 

 

 

                      Das Dilettantentum 

 Als ich vor geschätzten zehn bis elf Jahren (ich denke, das war tatsächlich 1996, als ich noch jung und schön war) zum Liverollenspiel kam, wie die Jungfrau zum Kinde, da landete ich dank meines damaligen Freundeskreises erst einmal bei den Dilettanten aus Heidelberg. Das ist keineswegs wertend gemeint, der Verein heisst wirklich so und hat sich meines Wissens nach selbst so genannt.
Ab und an gehe ich noch immer auf ein Con der "Dillis", sozusagen aus Tradition, allerdings inzwischen mit gemischten Gefühlen, da dort nach einem sehr eigenen Konzept gespielt wird, an welchen man eisern fest hält und auf das man auch mächtig stolz ist.
Für alle "regulären" Larper ist das "Dilli-System" erst einmal extrem gewöhnungsbedürftig, da der Name Programm ist. Das heißt, es wird sich recht wenig um Gewandung oder länger spielbare Charakterkonzepte geschert, sondern voller Enthusiasmus gealbert und gemoscht. 
Es ist durchaus nicht unüblich, während eines dreitägigen Cons ein bis zwei Mal zu sterben. Als SC, wohl gemerkt. NSCs als solche gibt es bei den Dilettanten ohnehin nicht, denn die "böse" Seite wird ebenso von Spielern belebt, wie alle anderen auch. Wenn der Nekromant, der Tavernenwirt oder der Landesherrscher stirbt, ist er eben weg und der Spieler kommt als was anderes wieder.

Natürlich kommt da bei ein jedem über kurz oder lang die Frage auf, obe es sich denn überhaupt lohnt, Zeit und Geld und Liebe in einen Charakter zu stecken, wenn dieser dann eventuell den Samstag Mittag nie erleben wird. Erstaunlicher Weise muß ich sagen, daß ich auf so manchem Dilettantenspiel kreativere (und auch bessere) Masken und Dekorationen gesehen habe, als sonstwo, was sich aber aus geheimnisvollen Gründen irgendwie nicht auf Klamotten übertragen läßt. Mit Lederhose und Rüschenhemd ist man schon ganz vorne mit dabei, in der "Liga der Gut Gekleideten Dillis", und zur Not tut´s anscheinend auch eine alte Armeejacke.

Nun ist es auch so, daß wohl ein beträchtlicher Teil aller überzeugten Dilettanten es für Rufschädigend hält, sich jemals auf einem Dragonsys- oder einem ähnlichen Con blicken zu lassen, weswegen die putzigsten und lustigsten Gerüchte kursieren, über uns, die Dragonsissis. Vondenen möchte ich jetzt mal flux die schönsten -mir zu Ohren gekommenen- aufzählen.

  1. Ein SC kann nie und überhaupt gar nicht sterben, es sei denn, er bittet die SL ausdrücklich darum (Huhu, Andoran!).
  2. Es geht keineswegs darum, einen Charakter überzeugend auszuspielen, sondern um das Reine Verteilen und Einsätzen von durch Contage erworbene, ominöse "Punkte".
  3. Die NSCs können niemals gewinnen.
  4. SLs verdienen sich an den von ihnen organisierten Spielen eine goldene Nase.

Schlußendlich möchte ich also behaupten, daß die Dilettantische Spielweise durchaus einen erhöhten Spannungsfaktor aufweist, welcher sich aber leider auch recht schnell frustrierend auswirken kann, nämlich genau dann, wenn man doch einmal den Fehler begeht, einen grösseren Aufwand um die eigene Rolle zu betreiben. Für reine One-way Charaktere mit heiterem Hintergrund und solche, denen es um großartige Action geht, sind Dillispiele aber allemal einen Besuch wert.

Hier ein wundervoller Auszug aus Ulrichs´ Blog "schreibfaul", http://ulrichjanus.com , gefunden unter dem Titel:

"...Im Realo erlaubt man sich und anderen wieder die Entriegelung spontaner Handlungsimpulse in voller Vorfreude auf die sich entfaltenden Rückwirkungen. In vielen Spielen aber sind destruktive Handlungen aus diesem Enthemmungsangebot ausgeschlossen oder werden stark kanalisiert. Ich liebe die Dilettanten, weil sie den Mut dazu haben auch die Entfaltung der dunkleren Seiten des menschlichen Charakters im freien Spiel zuzulassen..."




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