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Das Kürzel LARP steht für Live Adventure Role Play. Ach was! Und ich dachte bis heute, es stünde für " Lausige Anhäufung Rollenspielender Pappnasen": Man lernt nie aus...

Prinzipiell geht es um das Darstellen einer phantastischen Figur in einer oftmals ebenso phantastischen Welt.Manchmal ist die Figur, die dargestellt wird auch geradezu aufreizend wenig fantastisch - verzeihung - phantastisch. Und die "Welt" in der herummgerannt wird, ist ein Campingplatz in Elberfeld mit äußerst ungepflegten Waschräumen. Sprich Dixieklos. Und die muss man sich unter Umständen auch noch mit dem örtlichen Verein der Freiluftzelter teilen, die eigentlich gestern schon hätten abreisen sollen.

Im Unterschied zum so genannten Pen Paper (Also auf gut Deutsch: Papierstift) Rollenspiel beschränkt sich LARP nicht ausschließlich auf Erzähltechniken und Zufallsprinzipien, Lagepläne oder Ähnliches (wie beim Papierstiftrollenspiel ja üblich. Vor allem die Zufallsprinzipien, die sind manchmal echt ne harte Nuss!).

Hier werfen sich die Spieler und Spielerinnen in echte (!) Kostüme, die den Vorgaben der Phantasiewelt nachempfunden sind. Jawoll! Und zwar haargenau und Detailgetreu. Man möchte ja nicht mit seinem phantastischen Charakter durch so eine phantastische Welt schlendern und dann plötzlich feststellen, dass man sich an völlig abstrusen ...öhm... unphantastischen Hirngespinsten orientiert hat. Man müsste sich ja schämen! 

Gewöhnlich sind diese Welten und Kostüme von bekannten historischen Kulturen wie beispielsweise den Kelten oder Wikingern oder spezifischen Zukunftsvisionen wie in "Blade Runner" oder "Star Trek" beeinflusst. Oftmals stehen auch Pen Paper Spielsysteme Pate.Oder ein Wenig von Allem auf einmal! Ich erinnere mich da an meine Zeit mit Fruthgor, dem Paten der doch recht spezifischen "Klingenlaufenden-Sternenzug-Wikinger-Kelten". Mit Papierstift. 

Unter Supervision einer aus meistens mehreren Personen bestehenden Spielleitung setzen sich die Spieler, bzw. ihre Figuren, mit eigens erdachten Problemstellungen oder Rahmenhandlungen auseinander, die in der Regel von anderen Spielern, die ebenfalls als Figuren kostümiert auftreten, so genannten NSCs (Nichtspielercharaktere, bzw. -characs), an die Spieler herangetragen werden. Also um das nochmals genauer zu erläutern: Spieler, die "Nichtspielercharacs" heissen, aber dennoch ganz frech als Figuren verkleidet herumeiern, bereiten den anderen Spielern, die dann wahrscheinlich, ganz logisch, Spielercharacs heissen sollten, Probleme, während sie von einigen, sich selbst "Spielleitung" nennenden Personen dabei beobachtet werden. Gut. 

Spielziele sind meist das Lösen eines Rätsels, das Aufdecken oder Durchführen einer Intrige oder das Besiegen einer gegnerischen Partei. Oder einfach Haue im großen Stil. 

Im Vordergrund stehen der Eventcharakter und das Gruppenerlebnis. Oder eben die Haue.

Die entstehenden Auseinandersetzungen wechseln folgerichtig meist zwischen intellektuellem Diskurs, hitziger Diskussion und handfester Gewalt. Jaaaa... Und folgerichtig in genau dieser Reihenfolge. Manchmal läufts auch genau anders herum. Aber das eher selten. 

Letztere ist in jedem Falle reglementiert und findet unter Umständen gar nicht wirklich statt. Es kann unterschieden werden zwischen der verbalen Behauptung von Gewalt ("Peng, du bist tot!" ), einem oftmals abgesprochenen Schaukampf und dem Kampf mit LARP Waffen. Diese drei, voneinander rigoros zu trennenden Formen der Gewalt heissen unter Fachleuten:

a) Die "Peng, du bist tot!-Agression"

b) Die "Wir haben aber abgesprochen, dass du schaust wie ich kämpfe- Brutalität"

und c) Die "Jetzt aber richtig!-Diabolik"

Unter Umständen passiert aber auch rein gar nichts, das wäre dann der Sonderfall, die sogenannte "Ich habe doch gerade Fleisch auf dem Grill-Lethargie".

Dabei handelt es sich um käuflich erworbene oder mit Materialien aus dem Baumarkt selbst gebastelte Gebilde aus Drähten, Stangen oder Brettern, die mit Polsterungen versehen sind, um realen Verletzungen vorzubeugen. Ist manchmal schwierig, das mit dem Vorbeugen von realen Verletzungen. Bei all den Baumarktüblichen Brettern, Drähten, Stangen, Schrappnellsplittern und gemahlenem Glas, die bei der Produktion von, aus unerfindlichen Gründen, "Latexwaffen" gennanten Gebilden zum Einsatz kommen.

Wir sehen also, das Thema LARP ist ein schwieriges und sollte nur unter Anleitung betrieben werden.




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