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Die Abenteuer zweier Abenteurer

 

Erstes Kapitel

 

 Ron Schwartzbart, ein alter Veteran des Haudegentums, und sein junger Gesell Hans Rübholz stehen auf einem Hügel, von wo aus sie ein kleines Dorf betrachten.

"Aaah, sieh nur: das Wumpetal!" intoniert Ron in einer Tonlage, welche Hans dazu veranlasst, sich auf einen längeren Monolog seines Lehrmeisters einzustellen. "Was erlebte ich in diesem anscheinend so idyllischen Tal nicht bereits für Abenteuer... Ich erinnere mich noch an die Dämonenplage im Sommer 1204 - das waren Zeiten! Oder als der finstere Nekromant Xykzor seine untoten Heerscharen hier durchmarschieren ließ... Und dann erst die Werwöle! Das muss wann gewesen sein? 1208? 1209? Ja, ja..." Ron seufzt erinnerungstrunken und fügt hinzu:

"Und nun, mein lieber Hans, wirst auch Du an meiner Seite dort hinabschreiten und Dir Deine Sporen verdienen." 

"Ja, aber Herr!" antwortet Hans "Welch Unheil dreut denn heut über dem Wumpetal? Es sieht doch alles ganz friedlich aus dort unten."

 "Keine Sorge, junger Gesell, es wird sich schon etwas ergeben. Vertraue mir." versichert der Veteran grimmig grinsend.

Und so steigen die zwei Männer hinab ins Wumpetal.

Nach weniger als zwei Stunden Fußmarsch erreichen Ron und Hans die ersten Hütten des kleinen Dörfchens Wumpertshausen, vor welchen ein paar zerrupfte Hühner im Staub scharren, wobei sie von kleinen, schmutzige Kinder zum Spaß mit Kieseln beworfen werden.

"Heda, Knirps!" wendet sich Veteran Schwarzbart an eines der Kinder, von welchen er inzwischen mit großen Kulleraugen bestaunt wird "Wir sind müde von unserer langen Reise und suchen eine Taverne. Vielleicht kannst Du zwei erschöpften Abenteurern den Weg - " doch weiter kommt er nicht, denn die Kinder beginnen plötzlich panisch zu kreischen, die Hühner flattern erschreckt davon, Fensterläden fliegen knallend zu und aus den Türen der Hütten rennen Frauen heran, die sich je ein bis drei schmutzige Kinder unter die Arme klemmen, um sich mit ihnen im Inneren der Häuschen zu verbarrikadieren.

"Ein seltsam Gebaren ist das, fürwahr" wendet sich Ron an seinen verdutzten Gesell "Sind wohl etwas schreckhaft hier, die Leutchen. Dabei müsste man ja annehmen, dass eine gewisse Dankbarkeit angebracht wäre, nach allem was wir zum Beispiel 1207 für sie getan haben. Damals zogen plündernde Orktrupps durch die Gegend..."

Während eifriges Lärmen jener Art erklingt, wie es nur verursacht wird wenn ein ganzes Dorf gleichzeitig versucht alle Türen, Fenster und sonstige Hüttenöffnungen zu vernageln, schiebt sich langsam ein altes Männchen näher, in der Hand einen abgegriffenen Hut. In einem sicheren Abstand von zwölf Schritt, bleit der Alte vor den beiden Fremden stehen und blickt sie verzweifelt aus wässrigen Augen an.

"Ah, guter Mann!" ertönt sogleich Rons tiefe Basstimme "Was soll die Aufregeung? Hans hier und ich, wir sind kampferprobte Abenteurer" er sieht nicht, wie der Greis zusammenzuckt "und sind gekommen, euch zu schützen. Wo bekommen wir hier einen guten Schluck, hm?"

Der alte Mann windet sich und dreht dabei akrobatisch seinen unförmigen Hut in den zittrigen Händen. Irgendwann fasst er etwas Mut und antwortet flehentlich:

"Oh, ihr edlen Herren! Wir sind doch nur ein armes, kleines Bauernvolk... Bitte seid so gütig und zieht weiter! Die Ernte steht bald an, unsere kümmerliche Schafsherde hat die Ruhr und... und... denkt doch an die Frauen und Kinder!" er scheint den Tränen nahe zu sein.

"Was redet er da!" donnert Ron "Wir suchen doch lediglich eine Schenke für die Nacht!" Entschlossen schiebt er den Alten beiseite und marschiert mit Hans im Schlepptau die Dorfstraße hinauf, wobei das metallische Klirren ihrer Waffen und Kettenhemden sich mit dem Hämmern in den Hütten, den Wimmern des Greises und dem fernen Plärren eines Kleinkindes zu einer ganz besonderen Melodie vereint.

(Ende des ersten Kapitels, frei nach Rufus´ und Kohlhaas´ Vorschlag: "Wenn Fremde auftauchen taucht auch eine Bedrohung auf. Warum sind Doerfler trotzdem so freundlich, statt anzufangen alle Auslaender zu hassen?" )

 

Zweites Kapitel

 

 Nach einigen Schritten (denn Wumpertshausen ist nicht sonderlich beeindruckend, hat eher die Größe eines durchschnittlichen Campingplatzes) erreichen Ron und Hans ein windschiefes Gebäude, über dessen Tür ein dünnes Holzschild im Winde knarrt. "Zum Mißgelaunten Dachs" steht darauf zu lesen, was die  beiden Reisenden dazu veranlasst, hier eine Taverne zu vermuten.

"Ah, Hans, wir sind am Ziel!" seufzt Ron zufrieden, während er die Tür zur Schenke aufstösst "Alle Abenteuer beginnen in einer Taverne - zumindest die guten. Merke dir das, Gesell." und somit lässt sich der Veteran auf eine wackelige Holzbank fallen. Ein Blick durch den eher kahlen und aus unerfindlichen Gründen mit schäbigen Tüchern behangenen Raum offenbart folgendes:

Der Wirt ist korpulent und seine Schürze schmutzig, wie es sich gehört, jedoch verzichtet er entgegen aller Tradition momentan darauf, mit einem schmutzigen Lappen einen noch schmutzigeren Holzbecher zu bearbeiten. Dafür beäugt er die Neuankömmlige angemessen mißtrauisch.

An einem schmuddeligen Tisch in der passend dunklen Ecke sitzen vier weitere Gäste und spielen Karten, ohne von Ron und Hans in irgend einer Weise Notiz zu nehmen.

Von ihrem Platz aus, können die zwei Abenteurer die Kartenspieler in Ruhe betrachten, wobei schnell klar wird, dass es sich nur bei der Hälfte von ihnen um Menschen handelt, denn einer hat für die Gattung Homo Sapiens eindeutig zu spitze Ohren und ein weiterer ist... irgendwie anders.

"Siehst Du den Kerl in der übertriebenen Rüstung? Der mit dem polierten Helm neben sich und ganzen Gebämsel am Gürtel?" flüstert Ron seinem Begleiter verschwörerisch zu und fügt der Vollständigkeit halber noch hinzu:

"Ich meine den, dessen Turmschild da an der Wand lehnt und der anscheinend sogar seinen eigenen Stuhl mitgebracht hat."

Hans nickt. Natürlich sieht er ihn. Immerhin sind insgesamt nur sechs Personen - sieben, wenn man den Wirt mitzählt - im Gastraum.

Also flüstert er zurück: "Ja, ich sehe ihn. Was ist denn mit ihm?"

"Ha! Ich kenne die Sorte" lautet Rons leise Antwort "Denkt wohl, er wäre was besseres als wir! Nur weil er nen verdammten Helm und den ganzen Kram hat... Angeber! Tut erst ganz freundlich und hintenrum lacht er über Männer wie uns. "der Veteran gerät langsam aber sicher in Rage" Ich meine, es ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon hunderte von Silberlingen allein in mein Kettenhemd investiert! Aber das reicht solchen Typen ja nicht - ooooh nein! Helm muss es sein, Wappen müssen her... Und dann noch die richtigen Schuhe!" die letzten Worte schreit er fast und schafft es somit, die Aufmerksamkeit der Fremden zu erlangen, welche sich nun nach ihnen umdrehen.

 Verlegen winkt Hans zu der Vierergruppe hinüber, ein unsicheres Lächeln auf den Lippen, während Ron schwer atmend vor sich hin stiert und seinen inzwischen angekommenen Becher in einem Zug leert. Sogleich winkt er dem Wirt, ihm einen neuen Becher - nein, besser gleich einen ganzen Krug - des heimischen Kohlbranntweines zu bringen.

Während er trinkt, erläutert er seinem Gefährten unter Zuhilfenahme des Erscheinungsbildes des spitzohrigen Fremden die Vorzüge der Guten Alten Zeit:

"Früher, Hans, früher gab es so was ja nicht." seine Zunge ist bereits etwas  schwer "Damals waren Elfen noch nicht so... so... fett." wage macht er eine Geste zum Nachbartisch hin. "Wir hatten noch richtige Elfen voller Anmut und... und genereller Elfigkeit, ja! Heutzutage kann ja praktisch jeder ein Elf sein... Hab ich recht, oder hab ich recht, Hans mein Freund?"

Zweifelnd betrachtet der Angesprochene das was schon vor einer ganzen Weile mal der Ansatz eines Bierbauches war und nun das rostige Kettenhemd seines Meisters ausfüllt.

"Un´ der annere da - will wohl ein Zwerg sein, was?! Ich sage dir, früher da waren Zwerge noch klein. Der da drüben is ja minnestens einssechzig. Minnestens!"

Hans ist nun etwas unbehaglich zumute, so dass er unauffällig etwas von seinem Lehrmeister wegrutscht, während dieser sich und dem Tisch großzügig nachschenkt.

"Ich selbst, " setzt Ron seine Litanei mit erhobenem Zeigefinger fort "ich mag ja jetz´nicht mehr sooo in Topform sein, aber das hat seine Gründe, Hans. Das hat seine Gründe! Vielleicht, vielleicht erzähl ich dir ma´ von meiner Vergan - meiner Vergag- von was ich so erlebt hab. Dann wird dir so einiges klar, mein Lieber!"

In Hans entsteht der unangenehme Verdacht, dass es gut möglich sei, dass er jetzt recht bald sein erstes Abenteuer erleben könnte, denn der große Mann in der schimmernden Rüstung steht gerade langsam von seinem (eigens mitgebrachten) Stuhl auf und rückt seinen Waffengurt zurecht. Leise beginnt Hans zu beten.

 

(Ende der zweiten Kapitels, frei nach des Roten Gobos Vorschlag: "Dieser dicke Brillen tragende Elf geht ja mal garnicht. Aber meine Darstellung eines Elfen ist ganz ok, auch wenn ich mich nicht so gut ausdrücken kann und ganz so viel Geld hab ich auch nicht in meine Klamotte gesteckt und ...
oder
Diser Typ hat wohl echt zuviel Geld oder kein anders Hobby. Bestimmt läßtert er nachher mit seinen Freunden darüber dass ich keinen Helm trage aber die Rüssi hat berreits x100€ gekostet, da war ein Helm nicht mehr drin."
)

 




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